DAS LFA KONZEPT

FAHREN AM LIMIT.

Jetzt gibt es eine neue Form, das Adrenalin auf Hochtouren zu bringen: Der LFA feierte Ende 2009 seine Weltpremiere auf der 41. Internationalen „Tokyo Motor Show“. Präsentiert wurde das Ergebnis intensiver und langjähriger Entwicklungsarbeit an einem Sportwagen, der in dieser Klasse seinesgleichen sucht.

Nur die allerbesten Lexus Ingenieure und Designer waren daran beteiligt, etwas zu erschaffen, das mit allen Konventionen bricht: den Supersportwagen des 21. Jahrhunderts. Faszinierende Aerodynamik, kompromisslose Leistung, Hightech und Luxus vereinen sich im LFA zu einem Vorzeige-Racer der Extraklasse.

Ein Prototyp des LFA wurde bereits im Jahr 2004 auf dem Nürburgring getestet. Die erste Designstudie schloss sich 2005 in Detroit an. In den Jahren 2008 und 2009 schickte Lexus den Supersportler ins legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, um ihn unter härtesten Rennbedingungen zu testen.

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Juni 2009: Ein Prototyp beweist sich.

Als 2009 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nahte, war dem LFA Team natürlich bewusst, dass es für einen in der Entwicklungsphase befindlichen Rennwagen eine besonders große Herausforderung ist, an einem 24-Stunden-Rennen teilzunehmen.

Doch die lange Entwicklungsphase und die harte Arbeit am LFA sollten jetzt auch Früchte tragen. Die vergangenen Fehler waren gänzlich behoben, und nun war es an der Zeit, unter Nürburgring-Bedingungen an dem Rennen teilzunehmen und 24 Stunden durchzuhalten.

Doch man ging auf Nummer sicher: Das Jahr 2009 war das erste Jahr, in dem Lexus gleich zwei Fahrzeuge am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen ließ. Mit zwei Boliden im Rennen hatte man einen größeren Spielraum. Letztendlich war die Sicherheitsmaßnahme überflüssig, da der LFA hervorragend ins Ziel kam. Nun hatte die Fahrzeugentwicklung den Durchbruch in die Endphase geschafft. Der LFA ist marktreif!

Mai 2009: Ein Bolide auf Erfolgskurs.

Nachdem der LFA noch ein paar Schwachstellen während des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring-Rennen gezeigt hatte, wurden genau die Fahrer, die 2008 am Nürburgring teilgenommen hatten, zu einem Meeting eingeladen. Die Teilnahme sollte reflektieren, was man noch verbessern könnte. Dies führte zu vielen weiteren Testfahrten in Japan – sowohl auf Rennstrecken als auch auf öffentlichen Straßen. Innerhalb von fast 12 Monaten erreichte man große Fortschritte im Bereich der Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Gute Ergebnisse erzielte man nicht nur bezüglich des Fahrens, sondern auch des Triebwerksounds, dem man besondere Beachtung schenkte.

Als Vorabcheck vor dem 24-Stunden-Rennen 2009 nahm der LFA wieder am VLN-4-Rennen auf dem Nürburgring teil. Das Auto beendete das Rennen ohne besondere Vorfälle, landete auf Platz 36 und wurde als bestes seiner Klasse ausgezeichnet. Dann begann die abschließende Feinarbeit für das 2009er 24-Stunden-Rennen im darauffolgenden Monat.

Juni 2008: 24 Stunden Vollpower.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ist einer der weltweit anspruchsvollsten Wettbewerbe. Auch wenn der LFA bereits tausende Kilometer auf dieser Strecke zurückgelegt hatte, konnte man die Testfahrten einfach nicht mit den Rennbedingungen vergleichen, unter denen sich der LFA jetzt mit 300 anderen lang erprobten und bewährten Konkurrenz-Fahrzeugen messen sollte.

Somit wurde dieses Rennen zur bislang größten Herausforderung für den LFA. Wie streng die Entwicklung auch gewesen sein mag – das Unerwartete kann sich gerade während eines Rennens ereignen, und es geschah: Es traten Öllecks und Ausfälle von einzelnen Komponenten auf, sodass lange Boxenstopps unvermeidlich waren. Der LFA fuhr das Rennen trotzdem bis zum Ende, landete aber auf Platz 121. Die Kommentare der Fahrer, die den LFA während der 24 Stunden fuhren, lieferten jedoch einige positive Rückmeldungen: „Es fühlt sich gut an, ihn zu fahren.“ Und „Das Triebwerk klingt gut.“ Ein wesentliches Ziel war erreicht.

April bis Mai 2008 (Frühjahr): Der erste Sieg.

Man beschloss, dass die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Teil der Entwicklung sein sollte, um die Grenzen des LFA auszuloten. In nur einem Jahr hatten sich Karosseriesteifigkeit und Lenkeigenschaften deutlich verbessert. Bis zum Start des Rennens wurden aber noch rund um die Uhr umfangreiche Verfeinerungen durchgeführt, die für noch besseres Handling sorgen sollten.

Als Vorstufe zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nahm der LFA übrigens spontan am VLN-4-Stunden-Rennen teil. Trotz einiger Probleme mit den Hinterreifen setzte sich der LFA durch und fuhr den ersten Sieg in seiner Klasse ein.

Oktober 2007: Härtetest Nürburgring Runde 4.

Im Herbst 2007 gab es bei Fahrten im Bereich von 301 km/h keinerlei Probleme. Es war allerdings nicht Ziel, dass der LFA eine Geschwindigkeit von 300 km/h überschreitet. Für die Entwicklung eines Sportwagens mit dem „perfekten Fahrgefühl“ war es nötig, sich des ganzen Feingefühls von Chef-Testfahrer Naruse zu bedienen. Man konzentrierte sich auf das Erreichen einer Leistung, die man am besten mit allen fünf Sinnen erfährt – und nicht einfach anhand von Zahlen eines Messgerätes ablesen kann. Dank der folgenden Tests konnte auch die Ergonomie des LFA optimiert werden. Endlich war der LFA wieder auf Erfolgskurs.

Juli 2007 (Frühjahr): Härtetest Nürburgring Runde 3.

Zu Beginn des Jahres zeigten sich auf tausenden von Testlaufkilometern weitere Probleme wie z.B. ein unausgeglichener Grip der Vorder- und Hinterräder. Aufgrund dieses mangelnden Gleichgewichts fühlte der LFA sich wie ein ungestümer Vollbluthengst an, der erst noch zugeritten werden muss. Während Testfahrten auf japanischen Rennstrecken unternahm man dann Schritte, um das bestmögliche Handling für den LFA zu ermitteln. Weitere Belastungs-Testläufe am Nürburgring wurden geplant und trotz unerwartet schlechten Wetters durchgeführt. Schon für August wurde ein neuer Plan mit Testläufen am Nürburgring aufgestellt, und die Belastungstests konnten planmäßig und ohne Vorfälle abgeschlossen werden.

Oktober 2006: Härtetest Nürburgring Runde 2.

Im Oktober 2006 wurde erneut eine umfassende Belastungsprobe am Nürburgring durchgeführt. Bei den zahlreichen Hochgeschwindigkeitstests tauchten wieder einige grundlegende Probleme auf. Diese wurden nach Möglichkeit vor Ort behoben, doch der Testzeitraum musste verkürzt werden, da es unmöglich wurde, dem Prototypen genügend Leistung zu entlocken. In Japan schlug die Nachricht, dass der LFA noch völlig unfertig war, wie eine Bombe ein, und das Team beschloss, in die Heimat zurückzukehren und die grundlegenden Teile von Neuem zu überarbeiten. Es galt nur eines: nicht aufgeben!

April 2006: Härtetest Nürburgring Runde 1.

Als das LFA Team zum Nürburgring kam, um die Fahrleistung während der Testfahrten des Prototyps zu steigern, war schnell klar: Es gibt noch viel zu tun. Manch eine Schlüsselkomponente fing Feuer – z.B. wegen der Reibungshitze, die sich aufgrund der hohen G-Kräfte entwickelt. Einige der Übersetzungsverhältnisse waren zu hoch, wobei die Beschleunigungsleistung zu niedrig ausfiel. Probleme mit der Belastbarkeit zeigten sich auch beim Triebwerk, und es wurde klar, dass hier noch einige Optimierungen vorgenommen werden mussten. Auf diese Probleme hatte der Chef-Testfahrer Hiromu Naruse hingewiesen, der für das Fahrwerk-Setting beim LFA zuständig war. Allerhöchste Belastbarkeit und Fahrleistung zu erreichen war Kernziel und erforderte Kreativität sowie Erfindungsgeist. Und genügend Selbstvertrauen, um Rückschläge zu überstehen.

Mai 2004: Ab auf den Nürburgring.

Weltweit gibt es zwei Rennstrecken, die als heiliger Boden für den Motorsport gelten. Eine davon ist die Fuji-Rennstrecke in Japan. Die andere ist der Nürburgring. Die Belastbarkeit des LFA wurde am Nürburgring, einer der maßgeblichen Rennstrecken, gründlich getestet. Eine Voraussetzung, die Entwicklung des LFA weiter voranzutreiben, war seine Leistung auf dieser anspruchsvollen Strecke. Dies verlieh dieser ersten Testfahrt natürlich eine ganz besondere Bedeutung. Auch wenn die Heimat der LFA Entwicklung in Japan liegt, wurden dem Nürburgring ab Herbst 2004 fünf Jahre lang zahllose Besuche abgestattet, um Technik sowie Fahrleistung des LFA immer weiter zu optimieren.

August 2003: Ein Team. Ein Traum.

Für einen präzisen Entwicklungsprozess wurde ein Team aus hochrangigen Ingenieuren und Designern zusammengestellt, um ein Außendesign zu entwickeln, das den Leistungscharakter des LFA betont. Die Gruppe traf sich dafür im Zentrum der Designentwicklung, dem „Design-Dom“. Unter den Teilnehmern waren bedeutende Mitarbeiter aus ganz Japan und leitende Mitarbeiter, die für die größeren Überseemärkte verantwortlich sind. Das äußere Design und das Fahrgestell ohne Aufbau überraschten und begeisterten sofort. Man war sich einig, dass der LFA dem Marken-Image von Lexus einen gewaltigen Schub geben würde. Doch der LFA war noch lange nicht fertig. Das Team hatte einen langen Weg vor sich und machte sich an die Arbeit für die nächste Präsentation: die Detroit Motor Show 2005.

Mai 2003: Fahrgestell ohne Aufbau?

Wer nicht alle Schritte bei der Entwicklung eines Automobils kennt, wird sich möglicherweise fragen, welche Bedeutung die Fertigstellung eines Fahrgestells ohne Aufbau hat. Zahlreiche Mechanismen, die normalerweise unbemerkt ablaufen, aber das gesamte Fahrzeug bewegen, sind im Chassis und in den internen Systemen von Automobilen verbaut. Das Besondere beim LFA: Die verwendeten Materialien sind nicht mehr aus dem sonst üblichen Aluminium, sondern aus karbonfaserverstärktem Polymer (CFRP) – ein gewaltiger Fortschritt für den LFA auf seinem Weg zum einzigartigen und allerersten Supersportwagen aus dem Hause Lexus.

Mai 2003: Der stete Weg zum Erfolg.

Bei der Entwicklung eines überlegenen Sportwagens gibt es keine Abkürzungen. Eine Vollendung des Projekts kann es nicht ohne die sorgfältige und dauerhafte Auswertung aller Forschungsergebnisse geben. Nach einer langen Reihe von Prototypen für den Antriebsstrang, der die Antriebskraft auf das Fahrzeug überträgt, fiel im Mai 2003 die Entscheidung für einen Antriebsstrang, der für den LFA optimal erschien. Langsam, aber stetig bewegte sich das Projekt „LFA“ in Richtung der Zielgeraden.

Dezember 2002: Ein Sportlerherz beginnt zu schlagen.

Es gibt manche Augenblicke, die für einen Ingenieur unvergesslich bleiben. Ein Schlüsselerlebnis war die erste Betätigung der Zündung des V10- Triebwerks, das speziell für den LFA entwickelt wurde. In diesem Moment – zwei Jahre nach Beginn des aus dem Nichts entstandenen Entwicklungsprozesses – lässt es sich erahnen, was der LFA auf die Straße bringen wird: pure Emotion.

September 2002: Luftwiderstand brechen.

Im September 2002 wurde ein weiterentwickeltes Modell im Verhältnis 1:4 für aerodynamische Tests angefertigt. Das optimal platzierte Triebwerk und speziell konstruierte Unterbodenabdeckungen konnten die Aerodynamik enorm verbessern; zusätzlich hatten die Arbeiten während der praktischen Tests zum Ziel, ein Außendesign zu finden, mit dem der LFA beim Luftwiderstandsbeiwert Spitzenergebnisse liefert.

Januar 2002: Die Kraft der Schönheit.

Das Triebwerk eines Sportwagens muss hervorragende Leistung und zuverlässige Funktionalität gewährleisten. Aber auch die Ästhetik eines Aggregats ist wichtig, und genau in diesem Punkt sollte der LFA neue Maßstäbe setzen. Das Foto zeigt den Entwurf des Motorraums während der ersten Entwicklungsstufen. Die Farben weichen zwar deutlich von dem ab, was schließlich auf den Markt kommt, aber schon in der frühen Entwicklungsphase zeichnete sich die klare funktionale Schönheit des Triebwerks ab.

März 2001: Das Ziel der optimalen Aerodynamik.

Schon bei den ersten Entwicklungsstufen des LFA wurde an der Schaffung aerodynamischer Top-Werte gefeilt. So wurden bereits an einem Tonmodell im Verhältnis 1:5 zahlreiche Tests durchgeführt.

November 2000: Die ersten Züge eines Vollblutprofis.

Keine Frage: Die Entwicklung eines Sportfahrzeuges ist mit ständigen Versuchen und Rückschlägen verbunden. Wenn das Konzept ausgearbeitet ist, beginnt die Arbeit mit Entwürfen eines Designers, die auf sorgfältigen Berechnungen beruhen. Aber selbst wenn die anfänglichen Entwürfe zum Bau eines Fahrzeuges beitragen, entspricht das erste Ergebnis selten dem, was man sich in der Entwurfsphase vorstellte. Die Folge: Der fertige Prototyp mag geringfügige Mängel aufweisen, liefert aber trotzdem Ergebnisse, welche die Erwartungen mehr als erfüllen. Erstes Ergebnis: Im November 2000 wurde der erste LFA Prototyp von Hand montiert.

Oktober 2000: Eine fantastische Idee wird geboren.

Die Geschichte des LFA beginnt schon lange bevor das Fahrzeug selbst existierte. Zu Beginn war die Entwicklung eines hochmodernen Boliden kein offizielles Projekt von Lexus. Nur eine kleine Gruppe von Motorsport-Enthusiasten träumte vom Bau eines unvergleichlichen Rennfahrzeugs.

Ständig von der Idee getrieben, den idealen Sportwagen zu entwickeln, bildete sich eine Gruppe von Ingenieuren und Designern unter der Führung von Tanahashi Haruhiku (später zum Chefingenieur für den LFA ernannt). Erstes Ziel war es, Ideen zu bündeln und ein gemeinsames Gefühl für das Ziel zu entwickeln. Dazu unternahmen sie unter anderem Testfahrten mit zahlreichen Sportfahrzeugen und getunten Rennwagen aus aller Welt – unter anspruchsvollen Rennbedingungen, versteht sich. Dies war der Anfang der zehn Jahre währenden Entwicklungsgeschichte des LFA.